Geschichte

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16.05.2009

75 Jahre Feuerwehr der Freiwilligen Feuerwehren
Fargau, Pratjau, Stoltenberg und Schlesen

 
 
 
1934 waren 31 Kameraden zur Gründung erschienen. Mit ein bisschen stolz
können wir sagen das auch nach 75 Jahren wir die annähernd
gleich stärke haben. Zur Zeit besteht die Reihe der Aktiven aus 29
Kameradinnen und Kameraden. Ja richtig, was 1934 noch als Männerdomäne galt,
wird heute von Frauen unterstützt und das ist auch richtig und nötig.

Warum:
Auf den Dörfern kamen früher viele Kameraden von den landwirtschaftlichen Höfen.
Was heute leider nicht mehr so ist. Außerdem arbeiten heute viele auch
außerhalb und da ist es auch gut, dass sich Frauen bereit erklären, mitzumachen. Es
können eigentlich gar nicht genug sein, um auch mal das böse Wort zu benutzen, die
demografische Entwicklung. Was eigentlich nur bedeutet, dass uns der Nachwuchs
ausgeht und die, die da sind, sehr schwer zu bekommen sind. Aus meiner Sicht hat
das Ehrenamt auch mit Erziehung zu tun und wie man daran geführt wird. Es gibt ein
Sprichwort das heißt: „Es gibt nichts gutes, außer man tut es.“ Das bedeutet nicht,
dass immer alles richtig ist was man macht, doch leider leben viele eine andere
Philosophie. Wie z.B.: „Lass mal, soll sich doch jemand anderes darum kümmern.“
Wir sind stolz viel junge Kameraden in den Reihen zu haben. Bilden sie doch
das starke Rückgrad der Wehr. Auch sie sind verantwortlich dafür, dass die
Feuerwehr nicht nur einsatzkräftig ist und bleibt, sondern auch viele Veranstaltungen
im Dorf machen kann und somit das kulturelle Leben im Dorf mitgestaltet. Ohne sie
wäre ein Vogelschießen, Laternelaufen oder das jährliche Tannbaumaufstellen und
Anleuchten nicht möglich. Auch bringen sie einen neuen
Schwung und Ideen mit ein. 
 
 
„Dat hebb wie immer so mockt,“ gibt es bei uns nicht.
Feuerwehr bedeutet nicht nur Arbeit, sondern auch Verantwortung und auch
junge Kameraden sind stolz mal in der Verantwortung zu stehen und in dieser auch bestätigt zu werden.
Doch nicht nur der Feuerwehrdienst gehört zum Alltag, sondern auch die
Veranstaltungen. So nahm die Wehr schon an vielen Veranstaltungen im Orts- bzw.
Amtsgebiet und Kreisgebiet statt. Es wurde teilgenommen an: Amtsfeuerwehrtagen,
Amtsskat, Schießveranstaltungen, Feuerwehrmärschen und Läufen sowie
Kutterrudern und vieles mehr. Dort wurden nicht nur Platzierungen sondern auch
Siege errungen. Auch stellte sich die Wehr immer wieder Leistungsbewertungen, wie
Bronze Beil, Silber Beil und Silber Wiederholung.

Doch wollen wir vor lauter Arbeit nicht den eigentlichen Auftrag der Feuerwehr
vergessen. Dazu gehören in erster Linie die Brandbekämpfung und die technische
Hilfeleistung. Hielt sich vor einigen Jahren noch beides die Waage, so ist heute doch
die technische Hilfe in den Vordergrund gerückt, und diese macht schon mehr als 70
% der Einsätze aus. Das bedeutet für die Kameraden der Feuerwehr nicht nur üben,
sonder auch permanentes Schulen und Weiterbilden. Auch muss das Equipment den
heutigen Anforderungen angepasst sein und so wundert es auch keinen, dass die
Anschaffung neuer Fahrzeuge für die Gemeinde beschlossen wurde. Diese verfügen
dann über einen Wassertank und Schnellangriffseinrichtungen. Auch im Bereich
Brandeinsatz hat sich viel geändert, so ist ein Innenangriff heutzutage ohne
Atemschutz undenkbar und auch dieser ist im neuen Fahrzeug während der Fahrt
anzulegen, um wichtige Minuten, z. B. für die Menschenrettung, mehr zu haben.
Auch haben sich die Löschtaktik und die dort eingesetzten Mittel geändert. Wir
werden mit dem neuen Fahrzeug auch ein so genanntes Hohlstrahlrohr bekommen,
welche die Einsatzsicherheit der Trupps beim Innenangriff erhöht.
Alles in allem hat die Gemeinde die Weichen für schlagkräftige, effektive Wehren für
die nächsten 25 Jahre oder mehr gestellt.


 
Das Equipment haben wir, das Personal bist du. Bei uns ist jeder
willkommen, egal wie alt. Bei uns gibt es keine Partei, Religion, Arm, Reich, Schlau
oder Dumm, wir haben alle das gleiche Ziel. HELFEN. Und das macht jeder so gut,
wie er es kann.
Jeder, der möchte, darf sich an Übungsabenden von der
Stärke und Ausbildung der Truppe überzeugen, alle sind herzlich willkommen.
 
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